Boléro

Richard Wherlock / Basel

© Ismaël Lorenzo

Uraufführung 2001

Theater Basel
Ballet
Live-Musik: Boléro von Ravel (1928)

Originalbesetzung

Choreografie, Inszenierung, Bühnenbild: Richard Wherlock
Dramaturgie: Beate Breidenbach
Tanz: Caroline Lhuilier, Jason Nicoll, Ayako Nakano, Michaël Lamour, Katiuscia Bozza, Tamara Fernando, Aurélie Gaillard, Catherine Habasque, Christina Johnson, Ilaria Masini, Miyuki Sato, Cristiana Sciabordi, Paloma Selma Borja, Cédric Anselme-Mathieu, Andrea Bibolotti, Sergio Bustinduy, Fabio Caracci, Kinsun Chan, Thomas Kolbe, Giovanni Mongelli, Benoit Quenette, Askia Swift.

Neuinterpretation 2023

Compagnie Temps Liés
Delémont
Coaches: Debora Maiques Marin, Jorge Garcia Perez
Projektleitung: Inès Meury Bertaiola
17 Tänzerinnen
12–45 Jahre
Aline Hänggi, Anissa Amiot, Cléa Brulhart, Coralie Frund, Eléa Gamba, Elise Unternaehrer, Isis Schoolenberg, Jeanne Brischoux, Kelyah Roget, Leena Mouniemne, Louanne Wagner, Luce Bertaiola Monnerat, Marilyn Fazio, Marine Lovis, Melissa Simon-Vermot, Rosie Zannato, Sofia Hassani.

Texte

Inès Meury Bertaiola

Theater Basel
Danse Jura

Technik
Zeitgenössisch Neo-modern

Tanz beschränkt sich nicht auf Bewegung. Gerade die Atempausen zwischen den Gesten, die Momente des Verweilens in einer Pose oder des Innehaltens, bevor eine neue Energie die Körper erfasst, verleihen einer Choreografie Spannung. In seinem BOLÉRO spielt Richard Wherlock eindrücklich mit dem Wechsel zwischen Pause und Dynamik. So steigert sich dieser Puls allmählich bis zu einem imposanten Finale. Der Choreograf folgt dabei ganz der Musik von Maurice Ravel, die dieses dramatische Crescendo vorgibt. Das Stück wurde 1996 in Hagen, Deutschland, uraufgeführt und 2003 mit dem Ballett Basel wieder aufgeführt. Auszug aus einem Artikel in der NZZ, September 2003.

Choreograf
Richard Wherlock

Geboren in Bristol, UK, absolvierte Richard Wherlock seine Ausbildung an der renommierten Ballet-Rambert-Schule in London und trat anschliessend als Tänzer in die Kompanie ein. Von 1991 bis 1996 war er Ballettdirektor am Theater Hagen in Deutschland. Nach drei Spielzeiten als Leiter des Balletts Luzern wurde er zum künstlerischen Direktor der Komischen Oper Berlin und Choreografen des Balletts Berlin ernannt. Von 2001 bis 2023 war er Direktor und Chefchoreograf des Balletts Basel und von 2004 bis 2009 künstlerischer Leiter des Festivals «Basel tanzt». Neben seinen zahlreichen für das Ballett Theater Basel geschaffenen Choreografien arbeitete er als Choreograf mit vielen internationalen Kompanien sowie an zahlreichen Filmprojekten zusammen. 1999 wurde er für den international anerkannten Prix Benois de la Danse nominiert. Er war Mitbegründer von SiWiC, einem Schweizer Ausbildungsprogramm für fortgeschrittene Choreografinnen, an dem er von 1997 bis 2011 beteiligt war. Seine Choreografien werden regelmässig von den Kandidatinnen des Prix de Lausanne getanzt. Richard Wherlock engagiert sich besonders für die Förderung junger Tänzerinnen und Choreografinnen. Er wurde eingeladen, in der Jury zahlreicher internationaler Tanzwettbewerbe mitzuwirken.

Gruppe
Compagnie Temps Liés

Die siebzehn Tänzerinnen der Compagnie Temps Liés stammen alle aus der École de danse Inès Meury Bertaiola (EDIMB), wo sie eine Ausbildung in klassischem, modernem und zeitgenössischem Tanz absolviert haben. Einige besuchen oder besuchten die Sports-Arts-Etudes-Fachrichtung, andere haben ihre Ausbildung bis zu einem semiprofessionellen oder professionellen Niveau vervollständigt, und alle verfügen über eine solide Bühnenerfahrung. Die EDIMB, die eine umfassende Ausbildung anbietet, besteht seit mehr als fünfundvierzig Jahren. Um jungen Tänzerinnen die Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln und sich mit der Bühne vertraut zu machen, wurde 2001 die Compagnie Temps Liés gegründet, die regelmässig bei Aufführungen und Wettbewerben auftritt.

Neuinterpretation

Boléro ist ein bedeutendes Werk von Maurice Ravel, komponiert 1928 und im selben Jahr an der Pariser Oper uraufgeführt. Seine von einer eindringlichen Rhythmik getragene Komposition ermöglichte es dem Choreografen Richard Wherlock, uns eine Facette seines reichen Repertoires zu zeigen. Bereits bei den ersten Begegnungen konnten die Tänzerinnen, sensibilisiert durch die Neuinterpretation des Werks, mit dieser Choreografie in Kontakt treten – eine Quelle der Entdeckung und des Austauschs, die es ihnen ermöglichte, die Freude am gemeinsamen Tanzen zu einer weltbekannten Musik zu geniessen.

Fotos 2023 Sabine Burger
Videoaufnahme 2023 Ehret Media 

Impressionen