Concerto para Bandoneon

Félix Duméril / Bern

Concerto para bandoneon 2000 © Edourad Rieben

Uraufführung 2000

Stadttheater Bern
Ballet Stadttheater
Musik Astor Piazzolla
Berner Symphonie Orchester

Originale Besetzung

Choreographie Félix Duméril
Einstudierung Oliver Dähler & Marta Munro
Bühne Raphaël Barbier
Kostüme Dagmar Schlenzka 
Musikalische Leitung Daniel Zisman 
Bandoneon Michael Zisman 
Tänzer*innen Silvia Aura, Marion van der Bergh, Chantal Claret, Abigail Cohen, Beatrice Mari, Cathy Marston, Emma Murray, Luciano Di Natale, Gildas Diquero, Markus Imhoof, Hasan Koru, Marcel Leemann, Saul Marziali, Peter McCoy
Schauspiel Peter Morgenthaler

Neuinterpretation 2022

Cie.encore1x
Bern
Coach: Félix Duméril
Projektleitung: Nicole Voyat
8 Tänzerinnen
15–16 Jahre
Anne Brunner, Anna Hochuli, Rahel Manz, Linda Massimi, Jaël Ott, Deva Patruno, Fabienne Spengler, Emily Troxler.

Texte

Félix Duméril
Nicole Voyat

www.t42dance.ch
www.nivodance.ch

Technik
Néo-Modern Zeitgenössisch

Concerto für Bandoneon gilt als erste Choreografie von Félix Duméril für das Ballett des Stadttheaters Bern. Die Grundidee dazu war der Neuanfang, der mit Bewegung erzählt werden sollte. Gleichzeitig wollte Duméril die individuellen Persönlichkeiten der damaligen Company präsentieren. Die Verknüpfung von Contemporary Dance mit zeitgenössischen Tango-Elementen erwies sich als ideal. Das Konzept des Stückes ist durch eine Reihe von Zufällen und Begegnungen entstanden, es baut auf der freien Interpretation der musikalischen Struktur auf. Der Tango Nuevo-Stil von Astor Piazzolla vereine, so Duméril, Einflüsse aus verschiedensten Kulturen.

Choreograf
Félix Duméril

Choreograf, Tänzer und Schauspieler. Von 1999 bis 2004 war er Direktor und Hauschoreograf des Balletts des Stadttheaters Bern. Seit 2005 ist er freischaffend als Gastchoreograf für diverse Tanz-Ensembles in der Schweiz und international tätig. 2006 gründete Duméril gemeinsam mit Misato Inoue die Company T42 Dance Projects. Das Repertoire besteht aus 20 Produktionen, welche in 28 Ländern erfolgreich gezeigt werden.

Gruppe
Cie.encore1x

1996 hat Nicole Voyat die Tanztruppe cie.encore1x gegründet mit dem Ziel, jungen Tänzerinnen und Tänzern eine professionelle Arbeitsplattform zu bieten. Dort werden Produktionen und Projekte erarbeitet. Die Schwerpunkte liegen im Bereich der Förderung individueller Begabung und Bühnenerfahrung, der Verbesserung und Ausschöpfung der Ausdrucks- und Bewegungsqualität sowie der Zusammenarbeit in der Kreation. Die Tänzerinnen und Tänzer sind stark im Kreationsprozess eingebunden. Mit 10 Produktionen konnte die cie.encore1x zu einer ausdrucksreifen Truppe heranwachsen und sich beim Berner Publikum behaupten. Die Zahl der Tänzer*innen ist nicht fix. Sie variiert mit jeder neuen Produktion. Tänzer*innen sind in der Compagnie willkommen sofern sie den Anforderungen entsprechen: gute und solide klassische Grundlage, breites Erfahrungsspektrum in Moderndance und Contemporary Jazzdance, Bereitschaft zur Improvisation und Kollaboration. Die Compagnie dient als Sprungbrett zum Beginn einer Tanzausbildung oder zum Start der professionellen Tanzlaufbahn. Die Compagnie wurde speziell für diese Produktion von der Gesellschaft zu Ober-Gerwern unterstützt.

Neuinterpretation

"Das ursprüngliche Stück für 15 Tänzer*innen und einen älteren Mann brauchte einige Anpassungen, da es mit acht Tänzerinnen geprobt und aufgeführt wird. Daher wird allen eine Art „Androgynität" verliehen. Die Grundidee der Choreografie wird beibehalten und die Idee der Individualitäten den sieben Tänzerinnen angepasst. Die Musikstruktur liefert einen dramaturgischen Rahmen. „Tanz, Bewegung ist eine agile Substanz, welche sich nicht fixieren, in Schemata pressen oder dogmatisieren lässt. Concerto para Bandoneon ist in diesem Sinne entstanden, um diesen natürlichen Mutationen und Veränderungen Ausdruck zu geben.... Eine Mischung von Nostalgie, Zuversicht und Hoffnung..." Félix Duméril. Sich mit vergangenen Werken auseinanderzusetzen, diese zu erleben und neu zu präsentieren, ermöglicht der jungen Generation einen besonderen Blick auf den Tanz: Sie erfahren eine Wertschätzung unseres Kulturerbes Tanz!

Videoaufnahme 2022 Ehret Media
Fotos 2022 Sabine Burger

Impressionen