KURT DREYER

Samstag:

«Shape» und mehr…

Als in den späten 60er-Jahren erste Vorstellungen mit improvisiertem Tanz gezeigt wurden und zahlreiche Bewegungs-Improvisatoren in Europa szenisch und pädagogisch zu wirken begannen, verursachte dies eine unglaubliche Wirkung auf die Tanzszene. Die tradierten Bewegungsschemata der bestehenden Techniken wurden durchbrochen, erweitert und ermöglichten sukzessive die Vielfalt der heutigen Bewegungsansätze. In diesem Workshop soll die plastische Form des Körpers, das „Shape“, die apollinische Basis für einen spielerischen Umgang mit Körper und Bewegung bilden. 

Sonntag:

Meinen Dyonisos gezielt entlassen 

Bis in die späte Nachkriegszeit war der Bühnentanz mehrheitlich geprägt durch geordnete, ästhetisch gestaltete, apollinische Gesichtspunkte, während das Dionysische, der Rhythmus, die treibende Kraft, weniger gewichtet wurde. Die Arbeiten verschiedener Choreografen in den 60er- und 70er-Jahren wählten einen ganz anderen Weg, wodurch das Individuelle dem Uniformen wich und persönliche Energie und Präsenz zum Tragen kam. In diesem Workshop soll der Puls als Verursacher von Erdung und Auftrieb die Basis bilden und durch Einsatz von Rhythmus, Kraft, Raum und Gruppenwahrnehmung zu einem individuell geprägten, energievollen Tanzen führen.

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