Speed

Katarzyna Gdaniec & Marco Cantalupo / Pully

Uraufführung 2007

Festival international de danse de Lausanne

Koproduktion Octogone théâtre de Pully


Unterstützungen: ville de Pully, ville de Lausanne, canton de Vaud, fondation philanthropique famille Sandoz, Loterie romande, Schweizerische Interpretenstiftung SIS, Migros Kulturprozent, Pro Helvetia

Originalbesetzung

Idee und Choreographie: Katarzyna Gdaniec & Marco Cantalupo, Tanz : Anna Basti, Elodie Boulet, Johana Cessiecq, Gérald Durand, Ai Koyama, Giacomo Milli, Martin Roehrich, Saein Shim

Neuinterpretation 2028

Tanzgruppe Jarjar
Pully
Coaches Katarzyna Gdaniec & Marco Cantalupo
Projektleitung Asia Cantalupo

Technik
Zeitgenössisch

Auf Einladung des Internationalen Festivals für zeitgenössischen Tanz Lausanne zur Eröffnung seiner 10. Ausgabe im September 2007 kreiert die compagnie linga «Speeed (59 minutes chrono)» und erkundet weiter die Widersprüche gesellschaftlicher Situationen. Ein Jahr nach «La Kitchen», einer Produktion über zwischenmenschliche «Ausrutscher», und wenige Monate nach «mucus and angels», das ohne falsche Scham das Weibliche befragte, setzt sich «Speeed (59 minutes chrono)» mit dem Kult der Geschwindigkeit auseinander. Das Stück ist auch ein Blick auf unser Verhältnis zur Zeit. In 59 Minuten erstellen katarzyna gdaniec und marco cantalupo ein bittersüsses Röntgenbild einer auferlegten Verhaltensregel: schnell, effizient und leistungsfähig sein. Man bewertet Bewegungen, korrigiert Bahnen und steckt immer produktivere Ziele. Man nutzt den Raum aus und verringert den Spielraum für Fehler oder Trägheit, als wäre Bewegung nur eine Abfolge von Messungen und Berechnungen. «Speeed» stellt diesen Wettlauf gegen die Uhr schonungslos bloss, nimmt ihn mit Humor auseinander und legt seine ganze Absurdität offen.

Choreographen
Katarzyna Gdaniec & Marco Cantalupo

Die in Polen geborene Katarzyna Gdaniec und der aus Genua stammende Marco Cantalupo tanzten beide im Béjart Ballet Lausanne, Cantalupo zuvor an der Hamburgischen Staatsoper. 1992 gründeten sie die Compagnie Linga (im Hinduismus ein Fruchtbarkeitssymbol), die seit 1993 im Octogone, Théâtre de Pully, residiert. Dort entwickeln sie eine physische, sinnliche und kraftvolle Tanzsprache, die den Einfluss politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse auf den Körper befragt. Mit über vierzig gemeinsam signierten Choreografien zählt Linga zu den dynamischsten freien Kompanien der Schweiz. Kooperationen führten sie unter anderem an die Opern von Dresden und Florenz und ans Nationaltheater Mannheim. Ausgezeichnet wurden sie unter anderem mit dem Grand Prix der Fondation Vaudoise pour la Culture (2012) und dem Schweizer Tanzpreis 2019 für «Flow». 2022 feierte die Kompanie ihr 30-jähriges Bestehen.

Texte
Cie Linga
Asia Cantalupo

Gruppe
Jarjar

Gruppe von nicht Professionellen sowie Tanzbegeisterten, die verschiedene Arten der Bühnenkunst erproben, darunter Tanz und Performance. Bisherige Auftritte: Performanceprojekt im Rahmen einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem kuratorischen Verein Archives Sensibles, Lausanne, Februar 2026

Asia Cantalupo