In der gruenen Ecke des Kreises
Karin Hermes / Bern
Uraufführung 2007
Zentrum Paul Klee Bern
Originale Besetzung
(keine Eingabe)
Neuinterpretation 2022
Junges Ensemble hermesdance
Bern
Coach: Karin Hermes
Assistenz: Joanna Hermes
Projektleitung: Julia Wechsler
14 Tänzerinnen, 1 Tänzer
14 - 19 Jahre
Charlotte Arn, Anna Bellorini, Meret Eymann, Lia Füllemann, Philine Holler, Joya Klingenberg, Valentina Lörtscher, Isabelle Mösch, Sheang-li Pong, Célestine Quartier, Morgan Roux, Meret Schefer, Sarah Wechsler, Mia Wüthrich, Julia Wechsler.
Texte
Karin Hermes
Technik
Zeitgenössisch
mit Rekonstruktionsfragmenten
aus der Bauhausepoche
Die Choreografin Karin Hermes orientierte sich an dem für das Bauhaus typischen interdisziplinären Diskurs. 2007 experimentierten die Kunstschaffenden mit Methoden der Re- und Dekonstruktion in der zeitgenössischen Tanztechnik und Ästhetik. Die Fragmente wurden anhand unterschiedlicher Methoden erarbeitet: Der Stabtanz ist eine Rekonstruktion anhand von Skizzen von Oskar Schlemmer. Die Ausschnitte von «Serenade», einem Solo von Gret Palucca, wurden anhand der Tanzpartitur erarbeitet. Weitere Ausschnitte stehen im thematischen Dialog mit Texten von Wassily Kandinsky und folgenden Bildern von Paul Klee: «Wissen Schweigen Vorübergehen» (1921), «Ballettszene» (1931), «Nach dem Tanz» (1933).
Choreografin
Karin Hermes
Karin Hermes leitet «hermesdance», eine Produktions- und Vermittlungsstätte für zeitgenössische Tanzkunst in Bern. Sie arbeitet als Gastkünstlerin und -dozentin an Theatern und Hochschulen im In- und Ausland und war mehrfach Gastkünstlerin am Centre national de la danse in Paris und an The Place London. 2016 erhielt Karin Hermes den Schweizer Tanzpreis, Kulturerbe Tanz, für das Projekt Sigurd Leeder. 2017 wurde ihr Schaffen mit dem Kulturvermittlungspreis des Kantons Bern ausgezeichnet.
Gruppe
Junges Ensemble hermesdance
Das Junge Ensemble hermesdance wurde von Karin Hermes im Jahr 2014 gegründet. Sie realisiert seit über 20 Jahren Tanz- und Tanztheater-Vermittlungsprojekte mit Kindern und Jugendlichen. Zentral sind für sie die kreativen Prozesse, die Bearbeitung von Themen und das Zusammenspiel zwischen Tanz und anderen Kunstformen wie Theater, Musik und bildenden Künsten.
Neuinterpretation
Das Stück wird von 15 jungen Tänzer*innen neu interpretiert, während beim Originalstück sechs Kunstschaffende aus Tanz, Theater und Musik mitwirkten. Die 15 Tänzerinnen und Tänzer setzen sich während intensiver Probephasen mit dem Originalstück und der ihm zugrunde liegenden Thematik des Bauhauses auseinander. Aus dem ursprünglich einstündigen Stück werden ausgewählte Motive zu einer fünfzehnminütigen Neuinterpretation zusammengefügt. Die Auseinandersetzung mit dem Stück und der Exkurs in die Epoche des Bauhauses sind für die jungen Tänzerinnen und Tänzer sehr aufschlussreich. Kreative Prozesse werden besonders durch das Experimentieren mit Material wie Klebebändern, durch die Verbindung von Text und Tanz und durch Sinneserfahrungen beim Essen der Birnen oder beim Riechen der Zitrone ausgelöst.
Videoaufnahme 2022 Ehret Media
Fotos 2022 Sabine Burger