El canto nómada
Brigitta Luisa Merki / Baden
Uraufführung 1998
Kurtheater Baden
Tanzcompagnie Flamencos en route
Originale Besetzung
Choreographie Brigitta Luisa Merki
Assistenz/Training Christine Neumeyer
Musik & Piano Antonio Robledo
Percussion Jürg Fehr
Bühne Roy Spahn
Kostüme Carmen Perez Mateos, Barbara Rutishauser
Licht Stephan Haller, Thomas Küng
Tanz Rocio Acosta, Miguel Angel, Ania Losinger, Carmen Orta, Manoli Rodriguez Outon, Elena Vicini, Judith Zapatero
Gitarre El Niño de la Leo, Juan Antonio Gomez
Sänger Jeronimo Momi de Cadiz, Reyes Martin
Flamenco Sängerin Carmen Linares
Stimmen Martina Bovet, Sylvia Nopper, Barbara Sutter, Lina Maria Åkerlund
Neuinterpretation 2019
Mujeres Nómadas
Zürich
Coach: Brigitta Luisa Merki
Projektleitung: Ladina Bucher
7 Tänzerinnen
30–42 Jahre
Anja Winz, Covi Passantino, Daniela Brune, Gioia Zeller, Miriam Baumgartner, Nadine Philipp, Ladina Bucher.
Texte
Brigitta Luisa Merki
Ladina Bucher
Technik
Flamenco Zeitgenössisch
In der Tanzsprache von El canto nómada findet das spanische Tanzvokabular zeitgenössische Interpretationen gemäss dem inhaltlichen Kontext. Eine Öffnung, die dem Flamenco in seiner Ursprünglichkeit entspricht. Das Nomadenhafte als charakteristischer Wesenszug liegt in seiner Geschichte der steten Veränderung begründet. Der Flamenco hat Völkerwanderungen und Rassendiskriminierungen überlebt. Das Nomadisieren ist zur Modellsituation im Leben vieler Menschen geworden. Die Stimme in El canto nómada gehört den zum Aufbruch gezwungenen Men- schen, die extremen Grenzsituationen ausgesetzt sind, die ihre höchste Kraft erfordern. Ihre Wanderung gilt einem Ort der Zuversicht und Unverletzlichkeit und des immer möglichen Neuanfangs.
Choreografin
Brigitta Luisa Merki
Brigitta Luisa Merki bezieht verschiedene Kunstrichtungen in ihre Arbeit ein. Sie lässt eigens für ihre Werke komponieren. Sie lässt sich von Literatur und bildender Kunst inspirieren und integriert sie in verschiedenartige Bühnenformen – inhaltlich wie bildhaft. Diese Zusammenarbeiten über die Sparten hinweg bedingen die Kunst des Vertrauens in Tradition und künstlerische Zukunftsvisionen, das Vertrauen in den Dialog zwischen Tradition und lebendiger Auseinandersetzung mit dem Heute sowie zwischen verschiedenen Kulturen.
Gruppe
Mujeres Nómadas
Die Gruppe ist aus der Initiative von Ladina Bucher sowie aus der gemeinsamen Lust entstanden, dieses spezielle Stück mit der Choreografin zu bearbeiten. Die Tänzerinnen haben dieselben Schulen in der Schweiz und in Spanien absolviert und kennen sich seit vielen Jahren. Sie haben in verschiedensten Projekten mehrere Flamenco-Choreografien realisiert und aufgeführt.
Neuinterpretation
Die Choreografie hat in den 20 Jahren nichts an Aktualität verloren. Im Original eine abendfüllende Choreografie, wird hier ein Extrakt von 15 Minuten auf die bedeutendsten Momente reduziert. Die technischen Anforderungen sind hoch und die Konzentration der Tänzerinnen ist zusätzlich gefordert, weil ihre Fussrhythmen ohne Perkussionsbegleitung auskommen müssen, genau wie im Original. Eine Neuerfahrung für die sieben Tänzerinnen, die sich im gemeinsamen Puls erfahren und integrieren müssen. Im Kontrast dazu beschert ihnen der Gesang der legendären Carmen Linares ein eindringliches emotionales Erlebnis.
Videoaufnahme & Fotos 2019 Ingo Höhn